Einsatznummer: 08/26
Datum: 28.04.2026
Alarmzeit: 13:19 Uhr
Einsatzende: 20:33 Uhr
Einsatzart: GG 6 - Unfall/Brand mit Gefahrstoffen
Einsatzort: Industriebetrieb Gerschweiler
Einsatzfahrzeuge: LF 20 KatS, HLF 20/20, Dekon-P, MTW, Feuerwehr Giengen, Gefahrgutzug des Landkreises
Am Dienstag wurde die Feuerwehr Hermaringen gemeinsam mit mehreren Feuerwehren des Landkreises zu einem Gefahrguteinsatz in einem Industriebetrieb alarmiert. Bei Entsorgungsarbeiten war ein quecksilberhaltiger Durchlaufzähler in einem Schrottcontainer beschädigt worden. Dabei traten rund 100 Milliliter Quecksilber aus.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten Mitarbeitende des Betriebes den Gefahrenbereich bereits geräumt und abgesperrt. Personen befanden sich nicht mehr im unmittelbaren Gefahrenbereich. Das Quecksilber hatte sich auf einer befestigten Betonfläche verteilt, haftete an einem Gabelstapler sowie in Teilen im Schrottcontainer.
Die Feuerwehr erkundete die Einsatzstelle unter besonderer Berücksichtigung der Gefahrstofflage und legte gemeinsam mit den zuständigen Fachbehörden einen erweiterten Absperrbereich fest. Betroffene Personen wurden durch den Rettungsdienst betreut, dekontaminiert und vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Parallel dazu richteten die Einsatzkräfte einen Dekontaminationsplatz ein.
Unter Chemikalienschutzanzügen wurde versucht, das Quecksilber aufzunehmen und zu sichern. Da sich das Gefahrgut auch an öl- und fetthaltigen Bereichen des Staplers festgesetzt hatte und teilweise in den Container gelangt war, gestalteten sich die Arbeiten schwierig. Zur weiteren Aufnahme des Stoffes wurde spezielles Bindemittel organisiert und eingesetzt.
Um zu verhindern, dass Niederschlagswasser mit dem Gefahrstoff in Kontakt kommt, wurde über dem betroffenen Bereich provisorisch ein Wetterschutz errichtet. Der Gabelstapler wurde zusätzlich abgedeckt und gesichert. Nach Abschluss der Maßnahmen konnte die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben werden. Die weitere Reinigung und Entsorgung erfolgt durch eine Fachfirma.
Die Feuerwehr arbeitete während des gesamten Einsatzes eng mit dem Gefahrgutzug, Fachberatern Chemie, der Polizei sowie den zuständigen Behörden zusammen.
Insgesamt waren rund 65 Einsatzkräfte mit etwa 18 Fahrzeugen im Einsatz.